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GRI 201: Wirtschaftliche Leistung 

Managementansatz

Globale Megatrends wie die Verknappung von Ressourcen oder der Klimawandel sind wichtige Faktoren, die dazu beigetragen haben, dass die Relevanz von Interserohs Dienstleistungen in den letzten Jahren stetig gestiegen ist. Laut einem Bericht des UN-Umweltprogramms UNEP wird der weltweite Ressourcenverbrauch auf rund 90 Milliarden Tonnen Rohstoffe geschätzt. Damit hat sich die Zahl seit 1970 nahezu vervierfacht – damals wurden rund 22 Milliarden Tonnen Rohstoffe genutzt. Doch die Ressourcen sind begrenzt, Rohstoffe werden immer knapper und teurer. Entsprechende Lösungen zur Steigerung der Ressourceneffizienz und zur Kreislaufführung sind darum zunehmend gefragt.

Interseroh baut sein Geschäftsmodell dahingehend immer weiter aus. Daher hat es sich das Unternehmen zum Ziel gemacht, stetig neue Kreisläufe für seine Kunden zu schließen – auf Produkt-, Material- oder Logistikebene. Damit will Interseroh jährlich mit seinen Nachhaltigkeitsleistungen mindestens 5,5 Millionen Tonnen Ressourcen und rund 800.000 Tonnen Treibhausgase einsparen. Beide Ziele konnten 2018 erreicht werden (siehe Programm unter GRI 102-18: Führungsstruktur).

Um diese Leistungen dauerhaft zu erbringen, ist auch die nachhaltige Ausrichtung der internen Prozesse relevant. Dazu gehören die stetige Reduktion des eigenen ökologischen Fußabdrucks (siehe GRI 305: Emissionen), die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität (siehe GRI 401: Beschäftigung) und die Gesellschaft für die Idee der Kreislaufwirtschaft zu sensibilisieren (siehe GRI 102-12: Initiativen, und GRI 102-13: Verbände).

201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert

Im Jahr 2018 hat Interseroh einen Umsatz von 739,2 Millionen Euro erwirtschaftet und damit das Vorjahr um 43,4 Prozent deutlich übertroffen. Der Personalaufwand stieg im gleichen Zeitraum auf 74,8 Millionen Euro (2017: 68,1 Millionen Euro).
Die Summe für die betriebliche Altersvorsorge betrug im Jahr 2017 rund 90.000 Euro. Im Jahr 2018 ging diese aufgrund von Kündigungen und Stilllegungen von Verträgen seitens der Mitarbeiter zurück auf knapp 72.000 Euro. Insgesamt ging der Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 67,8 Prozent auf 6,7 Millionen Euro zurück. Im Wesentlichen ist dies auf die Umsatzausweitung zulasten des Ergebnisses beim Dualen System Interseroh (DSI) zurückzuführen.

Erwirtschafteter und verteilter Wert (in Mio. €)
 201620172018
Umsatz491,8515,6739,2
Personalaufwand71,268,174,8
Gewinn (EBT)27,320,76,7

201-2: Durch den Klimawandel bedingte finanzielle Folgen und andere Risiken und Chancen

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit. Interseroh hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ressourcen zu schonen, Verschwendung zu vermeiden und so auch CO2 einzusparen. Den größten Einfluss hat das Unternehmen über die Lösungen und Dienstleistungen, die es für Kunden entwickelt. Durch die Recyclingaktivitäten von Interseroh konnten 2017 834.129 Tonnen Treibhausgase vermieden werden.

Die Nachfrage nach emissionsarmen Produkten und Prozessen wird immer stärker. Das ist für viele Leistungen von Interseroh der Ansatzpunkt und damit Chance für den Ausbau des Geschäfts. Interseroh macht den Kunden die Einsparungen bezogen auf Emissionen und Ressourcen mithilfe wissenschaftlicher Studien und darauf basierender Zertifikate transparent. Die Entwicklung hin zu mehr Ressourcenschonung und CO2-Einsparung spiegeln auch die jüngsten regulatorischen Änderungen wie die
EU-Kunststoffstrategie, das neue Verpackungsgesetz und die WEEE-Novelle zur Rücknahme von Elektroaltgeräten wider.

Direkte negative Auswirkungen durch den Klimawandel auf das Geschäft entstehen für Interseroh nicht. Jedoch können Standorte von regulativen Einzelmaßnahmen wie zum Beispiel energetischen Sanierungsmaßnahmen betroffen sein.
Eine Quantifizierung der Folgen dieser Chancen und Risiken wurde nicht vorgenommen.