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GRI 305: Emissionen

Managementansatz

Der Verbrauch natürlicher Ressourcen und der Klimawandel gehören zu den größten globalen Herausforderungen unserer Zeit. Interseroh möchte seinen Beitrag zur Begrenzung der Klimaerwärmung leisten. Zum einen geschieht das über die Produkte und Dienstleistungen für Kunden, zum anderen durch eine kontinuierliche Reduktion des eigenen ökologischen Fußabdrucks. Diese Zielstellung wurde im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt: Die Treibhausgasemissionen sollen kontinuierlich gesenkt, standortspezifische Optimierungsmaßnahmen durchgeführt und der Corporate Carbon Footprint (CCF) errechnet werden.

Auf Basis des CCF hat das Unternehmen 2017 eine Klimastrategie formuliert und Ziele definiert:
 

  • Bis 2025 reduziert Interseroh seine Standortemissionen (Scope 1 und 2) um 50 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2015.
     
  • Mit Blick auf die Logistik sucht Interseroh kontinuierlich nach Optimierungspotenzialen und arbeitet an einem Ziel zur Reduktion der dadurch bedingten Emissionen.
     
  • In Zukunft möchte Interseroh mit seinen Dienstleistungen einen noch größeren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Emissionsreduktion leisten. 2018 hat sich Interseroh für diesen Bereich ein quantifizierbares Ziel gesetzt: Mit seinen Dienstleistungen will das Unternehmen jährlich mindestens 5,5 Millionen Tonnen Ressourcen und 800.000 Tonnen Treibhausgase einsparen.

305-1: Direkte THG-Emissionen (Scope 1)

Im Jahr 2018 lagen Interserohs standortbezogene Treibhausgas (THG)-Emissionen inklusive der Emissionen aus Dienstreisen bei 29.449 Tonnen CO2-Äquivalenten (CO2-e) und damit rund 900 Tonnen über dem Vorjahreswert. Dies entspricht einem Anstieg von rund 3,0 Prozent, der in erster Linie auf die Ausweitung des Geschäfts zurückzuführen ist.

Treibhausgasemissionen (in Tonnen CO2-e) ¹,²
  2016 2017 2018
Scope 1 – direkte THG-Emissionen (GRI 305-1) 5.5055.3475.271
Diesel 3.598 3.666 3.798
Gas 1.641 1.522 1.335
Heizöl 266 159 138
Scope 2 – indirekte THG-Emissionen (GRI 305-2)24.37822.79423.893
Strom 23.758 22.415 23.646
Fernwärme 620 378 247
Scope 3 – weitere indirekte THG-Emissionen: Dienstreisen (GRI - 305-3)³429440285
Summe Treibhaus­gas­emis­sionen 30.312 28.581 29.449

1 Berechnung der CO2-e-Emissionen basiert auf den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol. Scope 1 und 2 basieren auf den Angaben aus Abrechnungen und Ablesungen unter Anwendung der Emissionsfaktoren VDA 2014. Die Logistikemissionen wurden erstmals nach der Methode des Global Logistics Emissions Council (GLEC) berechnet. Als Emissionsfaktoren für die Logistikemissionen wurden die Faktoren des DSLV-Leitfadens 2013 verwendet. Für die Berechnung weiterer Scope-3- Emissionen wurden verschiedene Ansätze genutzt. Hier sind vor allem der ausgabenbasierte Ansatz sowie die Verwendung von Emissionsfaktoren aus den Fraunhofer-Studien von Interseroh zu nennen.
2 Gerundete Werte, dadurch sind leichte Abweichungen in der Summenbildung möglich.
3 Für eine Vergleichbarkeit über mehrere Jahre hinweg werden in dieser Tabelle in Scope 3 nur die Emissionen aus den Dienstreisen berichtet.

Corporate Carbon Footprint

Für das Jahr 2017 berechnete Interseroh erneut seinen Corporate Carbon Footprint (CCF). Insgesamt fielen rund 115.751 Tonnen CO2-e im Jahr 2017 durch die Tätigkeiten von Interseroh an. Der größte Teil der Emissionen entsteht geschäftsmodellbedingt durch die Beauftragung von Logistikdienstleistern. Rund 69 Prozent der in Scope 3 anfallenden Emissionen und damit 60.386 Tonnen CO2-e sind auf Transportdienstleistungen zurückzuführen.

Gegenüber dem Jahr 2015 sind die Emissionen damit um 11.743 Tonnen CO2-e gestiegen. Dies ist zum einen auf eine Ausweitung des Geschäfts (vor allem Duales System Interseroh), zum anderen aber auch auf eine Ausweitung der erhobenen Datenbasis insbesondere im Bereich Facility und an den ausländischen Standorten zurückzuführen. Um die Datenqualität weiter zu verbessern, führte Interseroh einen standardisierten Prozess im Unternehmen ein und konnte insbesondere in Scope 3 bisher getroffene Annahmen durch Daten ersetzen und damit eine präzisere Berechnungsbasis erreichen.

Auf Grundlage der Ergebnisse ergreift Interseroh entsprechende Maßnahmen: So wird bei der Vergabe von Logistikaufträgen, beispielsweise durch Anreize zur optimalen Tourenplanung, auf geringere Emissionen hingearbeitet. Die gewonnenen Daten und Einblicke werden zudem zur Steuerung der Unternehmenseinheiten verwendet.

305-2: Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2)

Siehe Gesamtbetrachtung unter GRI 305-1: Direkte THG-Emissionen (Scope 1).

305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)

Siehe Gesamtbetrachtung unter GRI 305-1: Direkte THG-Emissionen (Scope 1).

305-4: Intensität der THG-Emissionen

Der Gesamtausstoß an CO2-e (direkte und indirekte Standortemissionen sowie Emissionen aus Dienstreisen, siehe Gesamtbetrachtung unter GRI 305-1: Direkte THG-Emissionen (Scope 1)) bei Interseroh lag 2018 bei 29.449 Tonnen. Die Intensität der THG-Emissionen bezogen auf den Umsatz betrug 39,8 Tonnen pro Million Euro. Gegenüber dem Vorjahr mit 55,4 Tonnen pro Million Euro Umsatz konnte die Intensität damit deutlich gesenkt werden.

Intensität der THG-Emissionen
  2016 2017 2018
Summe Treibhausgasemissionen (in Tonnen CO2-e) 30.312 28.581 29.449
Intensität der THG-Emissionen (in Tonnen CO2-e pro 1 Mio. Euro Umsatz) 61,6 55,4 39,8

305-5: Senkung der THG-Emissionen

Im Jahr 2018 lagen Interserohs standortbezogene THG-Emissionen inklusive der Emissionen aus Dienstreisen bei 29.449 Tonnen CO2-e und damit rund 900 Tonnen über dem Vorjahreswert. Dies entspricht einer Erhöhung um 3,0 Prozent.

Der niedrige Vorjahreswert ist maßgeblich auf den Standort Eisenhüttenstadt zurückzuführen: Aufgrund von Umbaumaßnahmen und einem damit verbundenen, längeren Anlagenstillstand im Jahr 2017 wurden dort gegenüber dem Jahr 2016 rund 5,1 MWh weniger Strom verbraucht. Im darauffolgenden Jahr 2018 stieg der Verbrauch bei wieder vollem Betrieb um 2,5 MWh an.

Im Vergleich zum Referenzjahr 2015 (31.460 Tonnen CO2-e) hat Interseroh seine Emissionen um 6,4 Prozent reduziert.

Um die Emissionen weiter zu reduzieren, hat Interseroh zu Beginn des Jahres 2019 den Bezug von Grünstrom auf den Standort Köln und die Sortieranlage in Walldürn ausgeweitet.