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GRI 414: Soziale Bewertung der Lieferanten

Managementansatz

Als Systemdienstleister koordiniert Interseroh allein in Deutschland rund 1.900 externe Dienstleister und Lieferanten. Nachhaltigkeit entlang des gesamten Wertschöpfungsprozesses konsequent zu verankern, ist daher eine komplexe Herausforderung. Für Interseroh endet die eigene Verantwortung nicht an den Unternehmensgrenzen. Daher achtet das Unternehmen bei Lieferanten, die im Rahmen von Entsorgungs- oder Logistikaufträgen mittelbar für Kunden tätig werden, auf ein sozial und ökologisch verantwortungsvolles Handeln.

Dazu hat Interseroh einen Lieferantenkodex entwickelt, der auch Bestandteil von Vertragsverhandlungen und regelmäßigen Audits bei Interseroh ist. Außerdem sind Lieferanten seit 2014 verpflichtet, einen Nachhaltigkeitsfragebogen zu beantworten, der in die Entscheidung der Auftragsvergabe einbezogen wird.

Die von Lieferanten geforderte Transparenz lebt Interseroh auch selbst. Im Jahr 2013 trat Interseroh deshalb der SEDEX (Supplier Ethical Data Exchange)-Initiative bei. SEDEX ist eine mitgliedschaftsbasierte Organisation für Unternehmen, die sich zu einer kontinuierlichen Verbesserung des ethischen Verhaltens in ihrer Lieferkette verpflichtet haben. Sie sorgt für Transparenz entlang ganzer Wertschöpfungsketten.

Für maximale Transparenz und Effizienz im Austausch mit den Lieferanten wurde ein Supplier Relationship Management (SRM)-System eingerichtet. Darin werden relevante Daten der Lieferanten wie Zertifikate und Informationen zum Unternehmen sowie zum Umwelt- und Qualitätsmanagement erfasst.

414-2: Negative soziale Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen

Interseroh sind die Arbeitspraktiken der Lieferanten wichtig. Neue Lieferanten müssen daher einen vorgeschriebenen Weg der Überprüfung durchlaufen, um zu belegen, dass sie die Mindestvoraussetzungen für Lieferanten bei Interseroh erfüllen. Bei Lieferantenaudits wird unter anderem die Einhaltung von Mindestlohnvorschriften überprüft. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 126 Audits durchgeführt. Menschenrechtliche Aspekte sind nicht Teil der Audits, da ein Großteil der Zulieferbetriebe in Deutschland ansässig ist und hier nicht von einer Gefährdung der Menschenrechte auszugehen ist.