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GRI 401: Beschäftigung 

Managementansatz

Nur gemeinsam mit seinen Mitarbeitern kann Interseroh die Mission „zero waste solutions“ verwirklichen. Deshalb legt das Unternehmen großen Wert darauf, Mitarbeiter zu fördern, ihnen die Möglichkeit für persönliche und berufliche Entwicklung zu bieten und sie dabei zu unterstützen, fit und gesund zu bleiben. Für Interseroh zählen dazu anspruchsvolle Aus- und Weiterbildungen, eine faire Entlohnung, flexible Arbeitszeitmodelle sowie individuelle Angebote zur Gesundheitsförderung und zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Anhand dieser Zielstellungen werden die Tätigkeiten im Personalbereich ausgerichtet und mit messbaren KPIs hinterlegt (siehe GRI 102-18: Führungskultur). 

In diesem Zuge hat Interseroh einen umfassenden Prozess gestartet, in dem die Mitarbeiter unter dem Motto „we are one“ neue gemeinsame Werte für alle Gesellschaften der ALBA Services Holding entwickelt haben – unabhängig von ihrer Position, dem Standort, Alter und Geschlecht. Die Kommunikation und Implementierung der neuen Unternehmenskultur startete im Jahr 2018 und wird auch 2019 vorangetrieben.

Um eine nachhaltige Personalplanung sicherzustellen, wurde zudem 2018 erstmals eine Personalstrategie entwickelt. Diese ist in die Nachhaltigkeitsstrategie und die Unternehmenskultur eingebettet. Das daraus entstandene Kompetenzmodell bietet Mitarbeitern aller Ebenen Orientierung, etabliert ein klares Anforderungsmanagement sowie eine Feedbackkultur zur gezielten Personalentwicklung und ermöglicht ein transparentes Talentmanagement. Neu geschaffene und frei gewordene Stellen werden durch gezielte Förderung sowie Aus- und Weiterbildung mit eigenen Mitarbeitern besetzt (siehe GRI 404: Aus- und Weiterbildung).
Können Stellen nicht intern nachbesetzt werden, steht das Recruiting qualifizierter Mitarbeiter im Fokus.
 

401-1: Neu eingestellte Angestellte und Angestelltenfluktuation

Die Zahl der Neueinstellungen stieg im Jahr 2018 weiter an auf 544 (2017: 379), 32,5 Prozent davon waren weiblich. Die Anzahl der Kündigungen ist leicht gestiegen von 261 im Jahr 2017 auf 269 im Jahr 2018. Die Fluktuationsquote konnte aber auf 16,3 Prozent gesenkt werden (2017: 16,5 Prozent). Der Anstieg der Fluktuationsquote von 2016 auf 2017 kommt durch Restrukturierungsmaßnahmen in der ALBA Facility Solutions GmbH und der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH zustande, die auch Standortschließungen beinhalten.

Ein großes Projekt im Berichtszeitraum war die Eröffnung des Werks in Marl mit ca. 55 neu eingestellten Mitarbeitern sowie der Kauf von ITL logistics, bei dem 33 Personen übernommen und weitere Stellen neu geschaffen wurden. Erfreulich ist, dass Interseroh 2018 seine Übernahmequote bei den Nachwuchskräften (Auszubildende, Trainees und Studierende) auf 90 Prozent (2017: 85,7 Prozent) erhöhen konnte.

Neueinstellungen      
  2016 20172018
Neueinstel­lungen gesamt 279 379 544
davon Frauen 29,4 % 35,6 % 32,5 %
Nach Altersgruppen1      
bis 20 Jahre 1,8 % 4,0 % 5,7 %
21 bis 30 Jahre 29,4 % 39,8 % 33,8 %
31 bis 40 Jahre 31,5 % 29,0 % 28,9 %
41 bis 50 Jahre 20,8 % 14,3 % 18,0 %
51 bis 60 Jahre 15,4 % 11,4 % 12,5 %
über 61 Jahre 1,1 % 1,6 % 1,1 %

Aufgrund von Rundung können sich bei Summenbildung geringfügige Abweichungen ergeben.

Mitarbeiterfluktuation      
  2016 20172018
Fluktuations­quote 14,1 % 16,5 % 16,3 %
Anzahl kritische Kündigungen 1 237 261 269
davon Frauen 30,8 % 28,4 % 30,1 %
Nach Altersgruppen 2      
bis 20 Jahre 0,8 % 0,8 % 1,5 %
21 bis 30 Jahre 23,2 % 28,4 % 30,9 %
31 bis 40 Jahre 31,6 % 34,1 % 26,8 %
41 bis 50 Jahre 17,7 % 18,4 % 20,1 %
51 bis 60 Jahre 16,9 % 12,6 % 15,2 %
über 61 Jahre 9,7 % 5,8 % 5,6 %

1Kritische Fluktuation: nur Mitarbeiter, deren Austritt i.d.R. eine Neu- oder Nachbesetzung erfordert, exklusive Aushilfen und Praktikanten.

2Aufgrund von Rundung können sich bei Summenbildung geringfügige Abweichungen ergeben.

Zur genauen Analyse der Fluktuationsgründe werden im kaufmännischen Bereich seit 2016 freiwillige Austrittsgespräche geführt. Die Ergebnisse werden anschließend anonym systematisiert und mit dem Management sowie den Führungskräften diskutiert. Anschließend können konkrete Maßnahmen eingeleitet werden, wie beispielsweise die Optimierung des Einarbeitungsprogramms oder der Maßnahmen zur Entwicklung von Führungskompetenzen, um die Austrittsrate langfristig zu senken (siehe GRI 404: Managementansatz).

Betriebszugehörigkeit

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei Interseroh betrug 2018 6,2 Jahre (2017: 6,6 Jahre). 2017 war der Großteil der Mitarbeiter durchschnittlich zwischen 5 und 10 Jahren bei Interseroh beschäftigt. Jedoch wurden 2018 viele neue Mitarbeiter eingestellt, was den prozentualen Anstieg bei der kurzen Betriebszugehörigkeit von weniger als einem Jahr auf 22,0 Prozent (2017: 16,6 Prozent) erklärt.

*erstmalige Erhebung 2017

401-3: Elternzeit

Interseroh legt Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Mitarbeiter und möchte ihnen den Wiedereinstieg nach der Elternzeit so einfach wie möglich gestalten. 62 Mitarbeiter haben 2018 Elternzeit beansprucht (2017: 60), davon 40 Frauen (2017: 41). Die Rückkehrrate betrug 2018 100 Prozent, 2017 97,3 Prozent. 

*erstmalige Erhebung 2017