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Stakeholder-Einbeziehung

102-40: Liste der Stakeholder-Gruppen

Ein Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie von Interseroh ist es, regelmäßig mit den Stakeholdern über verschiedene Nachhaltigkeitsthemen zu sprechen. Zum einen sieht Interseroh dies als seine Aufgabe, um die Entwicklung hin zu einer kreislaufgeführten Wirtschaft voranzutreiben. Zum anderen ist es der Anspruch des Unternehmens, stets neue, ressourcenschonende Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln. Hierfür ist es unverzichtbar, die Bedürfnisse, Anforderungen und Interessen der wichtigsten Anspruchsgruppen zu kennen.

Dazu zählen insbesondere Kunden und potenzielle Kunden, Wissenschaft und Forschung, Lieferanten, Mitarbeiter sowie Experten aus dem Nachhaltigkeitsbereich.

102-41: Tarifverträge

38 Prozent der Mitarbeiter von Interseroh fielen 2018 in den Anwendungsbereich von Kollektiv- und Betriebsvereinbarungen. Durch Neueinstellungen in Bereichen ohne Kollektivverträge ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr mit 41 Prozent leicht gesunken.

102-42: Ermittlung und Auswahl der Stakeholder

Zu den für Interseroh wichtigsten Stakeholdern zählen insbesondere Kunden und potenzielle Kunden, Wissenschaft und Forschung, Lieferanten, Mitarbeiter sowie Experten aus dem Nachhaltigkeitsbereich. Die Auswahl erfolgte im Rahmen der Erstellung der Interseroh Nachhaltigkeitsstrategie. Im Zuge der Überarbeitung der Wesentlichkeitsanalyse im Jahr 2017 und 2018 wurde die Auswahl überprüft und bestätigt.

Der Nachhaltigkeitsbeirat von Interseroh, der intensiv in die Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie einbezogen wurde, war entsprechend dieser Auswahl mit Mitgliedern besetzt. Dabei handelte es sich um Vertreter von Kundenseite, Potenzialen aus unterschiedlichen Branchen sowie Vertreter aus Wissenschaft und Forschung.

102-43: Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern

Über verschiedene Interessengruppen und Verbände (siehe GRI 102-12: Initiativen, und GRI 102-13: Verbände) gestaltet Interseroh die Diskussionen und Entwicklungen hin zu einer kreislaufgeführten Wirtschaft aktiv mit. Dafür tauscht sich der Umweltdienstleister regelmäßig mit anderen Unternehmen, Lieferanten und Partnern der Kreislaufwirtschaft aus.

Seinen Kunden bringt Interseroh die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft im Rahmen von Workshops näher. Gemeinsam werden dort Ideen erarbeitet, wie die Kunden selbst ihre Produkte und Materialien im Kreislauf führen können. Mit den Lieferanten steht Interseroh durch regelmäßige Audits im Dialog.

Mit seinen Mitarbeitern tauscht sich Interseroh unter anderem durch regelmäßige Dialogtage aus. Hier gibt das Unternehmen bedeutende strategische Entscheidungen bekannt, Mitarbeiter können zugleich für sie wichtige Themen platzieren und ihre Meinung einbringen. Im Dezember 2018 befragte Interseroh sie beispielsweise zum internen Kulturprojekt
„we are one“: 75 Prozent gaben an, dass sie Kommunikationsmaßnahmen wahrgenommen haben. Allerdings hat die Mehrheit noch keine Veränderung im eigenen Verhalten festgestellt. Dem möchte Interseroh mit der Integration in das operative Tagesgeschäft mithilfe verschiedener Maßnahmen entgegenwirken.

Im Herbst 2016 hat Interseroh erstmals einen Nachhaltigkeitsbeirat einberufen. Die sechs externen Beiratsmitglieder vereinten Nachhaltigkeitsexpertise aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft. Zweimal jährlich trafen sie sich mit Mitgliedern der Geschäftsführung und Interserohs Nachhaltigkeitsmanagement. Sie tauschten sich zu Fragen der Kreislaufwirtschaft und dem Recycling allgemein aus und diskutierten die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie und neue Themen im Nachhaltigkeitskontext. Insgesamt fanden bis Frühjahr 2018 vier Treffen statt mit dem Ergebnis der neuen Nachhaltigkeitsstrategie von Interseroh (siehe GRI 102-16: Werte, Richtlinien, Standards und Verhaltensnormen).

102-44: Wichtige Themen und hervorgebrachte Anliegen

Im Jahr 2016 konnte Interseroh insbesondere durch den neu eingesetzten Nachhaltigkeitsbeirat Anregungen für das eigene Handeln und die Nachhaltigkeitsstrategie ableiten. Die Experten schätzen die Glaubwürdigkeit von Interserohs Nachhaltigkeitsstrategie als sehr hoch ein, sahen aber noch deutliches Potenzial in der funktionalen Eignung der Strategie.

Aufgrund dieser Einschätzung überarbeitete Interseroh 2017 und 2018 die Nachhaltigkeitsstrategie und leitete daraus messbare Ziele, konkrete Maßnahmen und entsprechende Kennzahlen ab. Im Zuge der ebenfalls im Berichtszeitraum verabschiedeten Klimastrategie implementierte Interseroh mit der Berechnung des Corporate Carbon Footprints für 2017 einen Regelprozess zur zweijährlichen Erhebung (siehe GRI 305: Emissionen).

Damit konnte Interseroh im Berichtszeitraum alle Empfehlungen und Anliegen des Nachhaltigkeitsbeirats umsetzen.